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Erfolg für das Formula Hybrid Team der ETH Zürich
Das Team der ETH Zürich gewinnt das erste Rennen der Formula Hybrid mit dem swissauto 250 Einzylindermotor als Antriebsquelle.
Beim Rennen über 50 km wurde der CO2-Ausstoss gegenüber einem normalen Antriebssystem um über 40% reduziert.
Die Begeisterung steht den Studenten ins Gesicht geschrieben. Letzte Woche haben sie mit ihrem selbst konstruierten Fahrzeug das Formula-Hybrid-Rennen in Orbassano (Italien) gewonnen.
Studenten der Departemente MAVT und ITET der ETH Zürich und Studenten der Hochschule Luzern Technik & Architektur haben erstmals ein eigenes Hybridfahrzeug entworfen und realisiert. Und schon beim ersten Rennen hat es geklappt. Betreut vom Institut für Mess- und Regeltechnik der ETH Zürich haben diese Studenten die Chance genutzt, ihre theoretischen Kenntnisse in die Praxis umzusetzen. Mit der Unterstützung von swissauto WENKO AG wurde der Verbrennungsmotor auf die aktuelle Anwendung optimiert und in das Fahrzeug eingebaut.
Die erreichten Ergebnisse sind beeindruckend:
- Beim Rennen über 50 km wurde der CO2-Ausstoss dank des sehr guten spezigifischen Verbrauchs des Verbrennungsmotors gegenüber einem normalen Antriebssystem um über 40% reduziert.
- Die strikten Sicherheitsanforderungen der Organisatoren (Stabilität, Bremsen, Sicherheit etc.) wurden erfüllt.
- Für die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h wurde ein Wert von 3.7 s erreicht.[1]
Das Auto mit zwei Herzen
Die Antriebseinheit des Hybridfahrzeugs besteht aus einem starken Elektromotor und dem neuen, Verlustoptimierten swissauto 250 ccm einzylinder Benzinmotor, welcher für die Hybridanwendung angepasst wurde. Die beiden Motoren erreichen eine Drehzahl von 11’000 Umdrehungen pro Minute und leisten beim Parallelbetrieb über 100 kW. Sie sind über eine Kupplung verbunden, was auch einen rein elektrischen Betrieb ermöglicht. Ein mit einem Differential kombiniertes Getriebe bringt das Antriebsmoment von bis zu 1400 Nm schliesslich auf die Räder. Die kinetische Energie des Fahrzeugs wird beim Bremsen über den Elektromotor, der in diesem Fall als Generator arbeitet, zurückgewonnen und in 1000 Batterien zwischengespeichert. Beim anschliessenden Beschleunigen kann diese Energie wieder verwendet werden. Die Antriebsaggregate des 400 Kilogramm schweren Fahrzeugs werden von einem 800 MHz 32-Bit-Computer gesteuert. Mehrere präzise Regelkreise koordinieren alle Komponenten und optimieren die Sicherheit, den Wirkungsgrad und die Fahrbarkeit des Systems. Das in diesem Fahrzeug realisierte Antriebskonzept hat ein grosses Potenzial auch in alltagstauglichen Fahrzeugen einen Beitrag zur Reduktion des Treibstoffverbrauchs, bzw. des Ausstosses an CO2, zu leisten. Für diese Aufgabe sind diese Studenten nun bestens vorbereitet: Sie wissen nun, was es heisst, sparsame aber auch leistungsfähige Antriebssysteme zu entwickeln.
[1] Der bisherige Formula-Hybrid Rekord, aufgestellt beim Rennen 2008 in New Hampshire (USA), wurde damit um eine halbe Sekunde unterboten.
